Montag, 4. März 2024

Abschied nehmen

 

Nun ist es also passiert.....
Dein innerer Dämon hat die Oberhand gewonnen und deinem Leben ein Ende gesetzt.
Gewaltätig und final....
Rückblickend frage ich mich ob ich 2010, als wir uns in Hamburg kennenlernten, etwas übersehen habe. Ob ich früher etwas hätte dagegen unternehmen können....
Ich bin mir unsicher in der Frage.
Ich habe damals deinem Wunsch entsprochen ( 2015 ) deinen Weg zu unterstützen nach Cuxhaven zurück zu kehren.
Habe mit dir dort ein neues Heim eingerichtet....
2016 zeichnete sich im Rahmen deines progredineten Krankheitsverlauf ab das du dieses Heim verlassen wolltest zugunsten eines betreuten Wohnen....
Ich habe aus der Schweiz so gut es ging unterstützt.
Der Kontakt riss ab, trotz allem bemühen....
 

 

Erschreckend der Besuch der Polizei am 25.01.2024 der mich über dein Ableben informierte, mit neuen Fragen zurücklassend ob Suizid oder Tötungsdelikt.

Im betreuten Wohnen hast du wohl nur ein Jahr gelebt, jemand neuen kennengelernt und zu ihm gezogen.
Die alten Probleme mitgenommen.....
Bilder aus neuerer Zeit zeigen dich verändert ( äusserlich ), vermitteln den eindruck einer gespaltenen Persönlichkeit, deren liebevoller Teil mich am 06.09.2013 zum Ehemann nahm.
 

Ich werde dich so in Erinnerung halten wie auf dem Foto, unserem gemeinsamen Mittagessen in Cuxhaven, unserem letzten externen Miteinander .

Zumindest weiß ich das dein innerer Leidensdruck nun ein Ende hat.

Susanne Lang (geb.Kaiser ) *05.06.1968 t 25.01.2024
verheiratet 06.09.2013 -25.01.2024


Mittwoch, 30. August 2023

Kaleidoskop


August 2023, Würzburg
Einer von vielen Einsätzen der letzten Jahre nähert sich dem Ende.
Es war angenehm, die Arbeitsverhältnisse so gut wie schon ganz lange nicht mehr, dennoch bleiben Fragen offen...
In all den Gedanken blitzen Bilder aus alten und längst vergangenen Einsätzen auf. Ein Vergleichen mit der aktuellen Lage, Bilder von Orten, Jahreszeiten, Personen.
Ein buntes Karusell... Und heute das Bedürfniss dies wieder in Worte zu fassen und im Blog zu veröffentlichen...
Es verändert sich etwas...
Nicht nur die Umgebungsariablen , sondern auch ich...
Gefühlt bin ich immer noch nicht im Heimathafen angekommen..
Wohin die reise mich noch führt ... Völlig Unklar.
Im innersten ein Eremit.
Ich könnte auch am Atos in Griechenland leben...
Ganz wie der Falter im Bild.. wandere ich immer, weil es meine Natur ist. Ob ich je irgendwo ankomme ?

Sonntag, 13. Dezember 2020

Time capsula


 Sonntag 13.12.2020 grau und kühl steht im Rahmen einer neuen Baumassnahme das Ausräumen meines alten Kleider schrankes an .

Darin Dinge die ich mindestens seit meiner Rückkkehr aus der Schweiz im August 2019 nicht mehr gesehen habe, noch die Zeit hatte diese zu sortieren.

Manches einfach nur Zeugen eines hektischen, schlecht organisierten Umzugs, einiges überflüssig, einiges was wieder in den Alltag eingebunden werden kann, wie die kleine Muskatnussreibe.
Das Schuhputzzeug das mindestens 30 Jahre alt ist .

Und dann...fällt mir die herzförmige Pappschachtel wieder in die Hände.
Relikt aus einem anderen Jahrzehnt, als es diese eine, ganz spezielle Beziehung gab.



Dienstag, 28. Juli 2020

365 Tage Deutschland

Sommer...
Nun bin ich also seit fast einem Jahr wieder in Deutschland und Frankfurt am Main.
Das Leben wird weiterhin vom Coronavirus bestimmt.
Nach fast einem Jahr nun der nächste Schritt in die neue /alte Normalität.
Auto kann endlich angemeldet werden. Und kaum ist dieser Schritt in der finalisierung kommt auch schon so ein Auftrag ums Eck wo der Wagen gebraucht wird.
Alles,wie es scheint hat seine Zeit.


 

4 Wochen wieder weg von der Wohnung hier , überschaubar und auch mal wieder spannend.
Aber bis Sonntag kann ich meine Mobilität ohne Zeitdruck genießen.
Ja und dann mal schauen was das Jahr noch so auf Lager hält ....
Hoffen wir darauf das die 2.Welle Covid auch nur wenig Schaden anrichtet...
In Urlaub fliegen? Wird wohl dieses Jahr nichts ..zu hoch das Risiko
Bleibt alle Gesund ...  



Montag, 30. März 2020

The Sound of Corona... the sound of silence

Welch ein erinnerungsträchtiges Jahr.
Mitten in das pralle Leben, wirtschaftlicher Prosperität und beruflicher Veränderungen platzt eine globale Infektion.
Corona.... oder besser Sars-Covid2 oder Covid 19...
Plötzlich wird das tägliche Leben von 180 auf 0 gefahren.

Für mich, der sich gerade umstrukturiert vom selbständigen und eigenverantwortlichen Dienstleister zum temporären Personalüberlassungsmitarbeiter in Anstellung, schon ohne dies ersteinmal gewöhnungsbedürftig, eine komische Situation. Feste Strukturen auf längere Zeit auszuhalten.. OMG.. Und nun kommt der kleine Virus vorbei und wirbelt das globale Leben  so durcheinander das Friday for future wie ein laues Sommerlüftchen im Wasserglas war. Lockdown das Wort der letzten wie der kommenden Wochen.
Doch damit einhergehend Restriktionen, die so für unserer Generationen, Post Kriegskinder und Enkel, noch nie ausgegeben wurden. #Stayhome..#Flattenthecurve... Schlaglichter mit einem immensen Impact auf persönliches wie öffentliches Leben.
Mein persönlicher Benefit:Aktuell bekomme ich auch ohne Auftrag meinen Lohn.
Persönliches Baisse ich bin "Systemrelevant" und somit im "Krieg".
Ein Krieger an vorderster Front... nur irgendwer hat vergessen den " Truppen" auch Waffen auszuhändigen (Schutzmasken, Schutzkittel)...oder Vergessen die beizeiten zu organisieren.
Über einen Mangel an Arbeit werde ich wie auch schon die letzten Jahre nicht zu klagen haben..
Aber die Zahl der Toten ist deutlich höher als jemals zuvor... Weltweit.
Wir erwarten den Anstieg der Todesopferzahlen mit jedem Tag und die Zahlen steigen Rasant .
Es werden Intensivplätze geschaffen wie nie zuvor.. nur.. wer soll diese besetzen?
Da ist keine Reserve.. keine Kavellerie die uns auslöst und entlastet.. Nicht mal genug technisches Equipment welches die Zahlen nach unten korrigieren könnte. 
Ich stelle mich persönlich darauf ein , wie es auch schon viele Kolleg*Innen tun müssen, das ich mindestens 14 Tage am Stück 24std im Dienst sein werde. Lagere, ggf noch wasche und Bettplätze wieder aufrüste nachdem ein Mensch den Kampf seines Lebens dort verloren hat.
Dabei selbst klar der Gefahr ausgesetzt an dem Virus mich zu infizieren, selbst Opfer zu werden, welches in einem Holzkistchen zum nächsten Krematorium im Militärlaster gefahren wird.
Und während dieser Krieg geführt wird, in manchen Regionen dieser Welt schon am Limit, haben wir hier in Frankfurt noch Valenzen..sicher nicht mehr lange.. man liest wie die Einschläge näher kommen.
Und wäherend ich dem nächsten Tag entgegensehe, darauf wartend das der "Krieg" auch hier ankommt, stehe ich auf meinem Balkon und realisiere das Frankfurt und der Flughafen so still ist wie ich es noch nie erlebt habe ... Kein Flug kommt an, kein Flug geht raus.. Stille in einer Stadt die wie New York nie schläft... 
Es ist einerseits beängstigend und andererseits spannend .....
Die Menschheit allgemein wird diese Pandemie nicht auslöschen.. Aber die Einzelschicksale werden dadurch nicht schöner..
Ich wünsche allen die hier mitlesen das sie Gesund bleiben und noch viele Jahre erleben werden.
Seid also alle bitte achtsam EUCH.. aber bitte auch anderen gegenüber!....
Ich hoffe wir lesen uns in absehbarer Zeit wieder wenn die Pandemie vorüber ist.




Montag, 23. Dezember 2019

Zwischen Rinderbouillion und Bolognese

23.12.2019 nach nun mehr 5 Jahren Abwesenheit ist dies also das erste Weihnachten wieder
a) in Deutschland
und
b) in Frankfurt.
In neuem Quartier, und altbekannter Geografie.
Allein und Autark.
Niemand da auf den ich Rücksicht nehmen muss in meiner Zeitplanung.
Dinge hinter mir gelassen. Kapitel geschlossen.
Nicht mehr Selbständig, wieder abhängig beschäftigt.

Ist noch ungewohnt und fremd nach fast 22 Jahren....
Ob dies die Endfasung des Lebens sein wird? Keine Ahnung....
Erst einmal dieses Jahr ausklingen lassen.
Es brachte mehr Veränderung als ich wollte.
Wie es sich weiter entwickelt?
Nö... keine Kaffeesatzleserei.
Wenns so klappt wie bis jetzt geplant werde ich ab Februar dann Abends immer zu Hause sein.
Aber es wäre ja nicht mein Leben wenn alles so glatt laufen würde wie auf Silikonspray...
Die liebe Chrissy aus dem Pott weiß das auch ;-).. An dieser Stelle einen ganz lieben Gruß an dich. Vielleicht bekommen wir 2020 mal nen Termin für einen gemeinsamen Kaffee, ich würde mich freuen.
Nun köchelt erst einmal die Rinderbouillion für die korrekte italienische Bolognese.
Das kommende Jahr 2020 wird hoffentlich ein paar Kontakte wieder reaktivieren und beruflich ruhiger sein als die letzten Jahre.
Dafür insgesamt stabiler und zufriedenstellender...
Ein besinnliches Fest Euch da draussen.
Ich freue mich auf Selbstgebackenes und kreiertes gesundes Essen mit leiser Pianomusik und einem schönen trockenen Sekt oder Rotwein..
Und falls wir uns dieses Jahr nicht mehr lesen.. Einen guten Rutsch nach 2020 und somit in eine neue Dekade....

Dienstag, 25. Juni 2019

Endzeiten

Nun sind nach langen Jahren der Freiberuflichkeit die Tage derselben gezählt, das Kapitel geschlossen. Ebenso gezählt sind auch die Tage in der Schweiz. 5 Jahre nach dem Wegzug aus Frankfurt wird die Reise dort wieder hingehen. Seit gestern ist ein neues Quartier gefunden.
Vieles muss bis dahin hier noch erledigt werden.

Es war eine interessante Zeit.

Nun also wieder auf zu neuen ( alten Ufern  ) und einem Neuen Kapitel



Montag, 25. März 2019

Hinter dem Horizont sehen wir uns wieder

Time to say Goodbeye...
Nun ist er alsoTeil der Vergangenheit.
Mein treuer, lieber , langjähriger Wegbegleiter, wartender Freund.
Mittelpunkt meines Lebens.
Grund nach Hause zu kommen.
Weite Wege sind wir gegangen, vom Wetteraukreis nach Frankfurt, von dort in die Schweiz.
Tagelang alleine in der Wohnung, darauf wartend dass ich wieder bei dir eintreffe um die Näpfe zu füllen, dein Klo zu reinigen, mit dir zu spielen und zu kuscheln um ... ja im Regelfall nach drei Tagen wieder aufzubrechen.und dich wieder alleine zurückzulassen. Irgendwer muss ja die Kohle beschaffen..
Immer kamst du freudig an mich zu begrüssen, mir um die Beine zu streichen. Nie warts du zickig wegen deines Alleinseins.
Sehe dich in Frankfurt das Dach erklimmen und die Balkone und Dachterrasse erobern , kurz nach deinem Zugang zu uns.Nie war da dass Verlangen mal kurz am Baum nach unten zu klettern.


Mit dir konnte man reden und du gabst auch Antworten.
Von dir hab ich Duldsamkeit gelernt und.. ja Fussball .
Dein Ball, dass liebste Spielzeug liegt nun verlassen an dem Platz wo du Wasser und Futter fandst.
Er wird mich weiter begleiten und mich immer an dich erinnern.
Schön das wir die letzten Wochenmehr Zeit füreinander hatten. Tröstlich auch dass ich mit dir zusammen den letzten Weg hab gehen dürfen. Da zu sein bis zum erlöschen deines Lebensfunken.

Dir in deinen letzten Minuten das Fell und zwischen den Ohren zu kraulen war für mich wichtig. Wir haben uns unsere Liebe die letzten Tage nochmal gut zeigen können. Nun bist du also am Ende der Strasse angekommen. Ich werde meinen Weg vorab alleine weitergehen. Hab Dank für all die Jahre.

Mein Felix.. Wegbegleiter und Freund von 2011 bis 2019...
25.03.2019 09:30

Donnerstag, 7. Februar 2019

Abschied

Nun ist also da.. der Abschied . Von einer längst vergangenen Zeit, von Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenalter. Einer Zeit in der alles noch sorglos war. Abschied auch von dem Einsatz im hier und jetzt. Erfahrungen wieder im eigenen Revier gewesen zu sein. Menschen getroffen zu haben die deine Sprache sprechen. Anerkannt zu sein im beruflichen Feld. Die Erfahrung das andere Respekt vor deiner Leistung haben. Es wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Morgen bin ich wieder in der Schweiz, was aktuell noch meine Heimatdestination ist. Fraglich für wie lange noch. Etwas in mir sagt das ich dort die Zelte abbrechen werde / muss.... Vielleicht ist es ein temporärer Abschied... Vielleicht kehre ich zumindest nach Köln zurück.. Für heute und für lange Zeit nehme ich dieses abendliche Bild mit.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Abschied und Neubegin die zwei Seiten einer Medaille

Fields of Gold
(*Eve Cassidy)



Ich nehme langsam Abschied von diesem Einsatz der mich zurück zu meinen Wurzeln geführt....Stelle fest das nach knapp 3 Monaten (wieder) die Sanduhren ihre letzten Körner ins untere Behähltnis entlassen.. Fraglich ob der Februar noch komplett hier sein wird...
Einerseits war es eine interessante Zeit , die Spass gemacht, andererseits auch mal wieder eine Zeit mit neuen Verletzungen.
Es sind immer wieder die gleichen Dinge... Menschen die aus persönlicher Inkompetenz ( emotional, fachlich, beruflichem Status ) mir den Einsatz versauen (Ja meistens Akademiker, zu 99 % Frauen)
Möglicherweise kehre ich nach Köln mit einer anderen beruflichen Position zurück.. Die Bewerbung dafür werde ich am kommenden Wochenende formulieren, kann sein das ich damit auch an zwei Stellen aktiv sein werde ( Köln / Frankfurt ) was auch bedeutet in der mittleren strategischen Planung ein neuer Wohnraum entweder da oder dort unter Vertrag zu nehmen.. Die Zeiten in der Schweiz scheinen zeitlich dem Ende entgegen zu streben.. was aber auch schon seit Monaten im Raum stand.
Innerlich heute ziemlich down...Kraft aufzubringen das ganze noch bis zum Ende des Februar zu bringen fällt grad schwer....




Samstag, 12. Januar 2019

Gedanken auf dem Weg von Köln nach Zuerich

Ein neues Jahr, am Horizont Licht und Wolken.
Also eigentlich alles wie immer und doch...
Eine innere Unruhe ist vorhanden.. manches dauert zu lange um es jetzt schon zuordenen zu können, manches läßt immer noch auf sich warten.
Manches kommt aber auch zu früh..

Ein Jahr mit einem Sack voll Entscheidungen...
Tausend Optionen und die Ungewissheit welche die "Beste" bzw. die "Richtige " sein wird.

Gedanken kreisen, lassen sich nicht festhalten ...

Abwarten ist immer noch nicht meine Stärke...
Auf der anderen Seite auch nicht in der mentalen Situation etwas einzustielen...

Ähnlich wie vor fast 5 Jahren steht wieder einmal eine Richtungsentscheidung an..
Im August muss diese gefallen sein.

Ein wenig Zeit ist also noch....

Montag, 17. Dezember 2018

Wo mein Vater einst saß.

2018 geht immer noch zu Ende und ich stelle fest es gibt mehr zu schreiben als die Jahre zuvor....

Heute saß ich mit meiner Schwester in der Ehrenfelder Kneipe wo mein Vater Jahrzehnte vorher nach Feierabend mit seinen Freunden des Männergesangsvereins sein Bier trank.
Ein , ich gebe es zu,befremdliches Gefühl einen Blick in eine Zeit zu tun in der ich noch nicht bzw. grad erst auf dieser Welt eingetroffen war.
Für meine 10 Jahre ältere Schwester eine Reise in ihre Kindheit. Meine fing hier zwar auch an.. aber nur extrem wenig Bilder sind aus dieser Zeit für mich im Kopf geblieben.
Sie zeigen eine neue mir bis dato wenig bekannte  Facette meines Vaters. Ebenso wie es eine neue unbekannte Facette in die Kindheit meiner Schwester war.
Wir stellen fest das einiges immer noch so ist wie vor 50 Jahren.
Ich merke aber auch das dies für meine Schwester ein besonderer Moment war.
Wir beide tauchen ein in einen juvenilen Anteil unserers Lebens, mit all seinen Höhen und Tiefen.
Mancher Nebel hat sich gelichtet...
Ein schöner Abend.. ein gutes Gespräch.. frei vom früheren Konkurenzstress.
Vielleicht auch ein Neuanfang für die intrafamiliären Bindungen..
Ich freue mich darauf am 03.01.2019 mit weiteren Gesprächen anzuknüpfen...
Perspektivisch stellt sich für mich nun auch deutlicher die Frage nach dem weiteren Lebensweg.
Doch da bleiben wo aktuell mein Domizil.. oder Koffer wieder packen und zurückkeheren.
 Ein , zwei Tage werde ich wohl noch darüber nachdenken müssen.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Ihrefeld...ein Kreis schließt sich. Ein neuer nimmt Form an.

Wir schreiben das Jahr 2018 ...noch.. in 19 Tagen ist es dann schon 2019 .
Vor ziemlich genau 30 Jahren verließ ich diesen Stadtteil von Köln, indem meine Kindheit, mein Ursprung liegt.
Der Weg führte weit raus.. erst in die Voreifel mit meiner damaligen Frau nach Düren, dann Kreuzau.. bis zum Ende dieses Lebensabschnittes voller Hoffnungen, Höhen und Tiefen.... Dann nach Frankfurt/ Main.. die Dekade der intensivsten Emotionen, voller Glück, Extase und größter seelischer Schmerzen...Das Ende meiner zweiten Ehe (nicht juristisch) nahm dort ihren Anfang und ihren Lauf. Weiter bis in die Schweiz wo ich derzeit mein Domizil teile mit einem lieben Kater, den ich zwar nicht unbedingt gewollt, nun aber auch nicht missen möchte.
Nun hat mich der berufliche Weg in diesen Stadtteil zurück gebracht....
An ein Krankenhaus, wo ich als Kind und Jugendlicher schon selber Patient war... Wo der Blick aus dem Küchenfenster rüber in die damalige Notaufnahme täglich eine interessante Abwechslung zum damals noch nicht allgegenwärtigem Fernsehen bot. In dessen Kindergarten und Hort ich viel Zeit verbracht hatte. Nun bin ich also temporär wieder "in meinem Revier"... Spannend zu sehen was von damals noch da ist, was unauffindbar und was neu am Platz. Eine seltsame Zufriedenheit festellend, eine ruhige aber angenehme Dankbarkeit dafür hier noch einmal sein zu können.
Dazu gehörend all die normalen kleinen Sorgen die sich jetzt langsam auflösen und für das kommende Jahr eine gute neue Perspektive erahnen lassen. Ich hoffe das sich die Wünsche bezüglich meines Einsatzes von Klinikseite und meine noch wirklich bis Ende April 2019 decken.. Ein Frühjahr wieder in Köln zu sein.. Unbezahlbar ! ... Ja ich werde an meinem Geburtstag, so wie es aussieht hier in Köln sein.. Ein weiterses Geschenk von Gott... Zeichen auch für einen neuen Kreis der hier einen Anfang haben könnte ? Retropspektiv wird sich diese Zeit erst wirklich einordnen lassen..  Vielleicht kehre ich nach hier auch wieder zurück.. Eine aktuelle Patientin sagte es so treffend " Sie klingen wie jemand von hier".. Ja ich bin das was ich bin...Ein Ehrenfelder !Aktuell bin ich somit Zuhause, daheim, am Ursprung meines Seins.. Kein unangenehmes Gefühl. .. Vielleicht ist das dann auch wieder das Ziel.. nach Hause zu kommen. wieder am und im Ziel zu sein.. der Blick aus dem Schwesternwohnheim ist jedenfalls sehr schön und warm... ( begleitet von Andrea Bocellis Album : Si.. Titel Ali di libertas...)

Sonntag, 9. Dezember 2018

"amo soltanto te" Ode an eine wirklich große Liebe

Die Klänge dieses Titels, ebenso wie ihr Inhalt stimmen mich ein wenig melancholisch...
Sie erinnern mich an etwas was als Affäre anfing, sich zu etwas entwickelte das ich einerseits als schönste aber auch als schwerste Zeit meines Lebens empfinde.
Nie waren Emotionen davor aber auch nicht danach so intensiv.
Das es nicht glücklich endete war von anbeginn klar.
Ihr Lebensstil, ihr Credo standen dem im Wege.
Dennoch vergessen hab ich SIE nie wirklich.. Verdrängt, ausgeblendet.. Ja.. als einzige Option zu Überleben, körperlich wie auch emotional...
Was wäre aus uns geworden wäre das Leben uns nicht so in die Quere gekommen.. wo wären WIR heute? Hätten wir Kinder... wären wir eine ganz normale , glückliche Familie?
Gerne hätte ich dieses Wagnis erlebt...
Mich völlig aufzulösen für Sie und mit Ihr.. komplett zu verschmelzen... wie gerne hätte ich dieses erlebt.
Die Wege sind auseinander gedriftet.. Ihr letztes Lebenszeichen Jahre her..
Wenn es die "große Liebe " gibt dann .. ja dann war SIE es..


Für dich hätte ich Berge versetzt, Sterne vom Himmel geholt.
Nur für ein stolzes Lächeln von dir mit der Aussage
" Das ist meiner" " Mein Mann "

Du warst ein Vulkan.. in jeder Richtung, Explosiv und Intensiv, DU warst mein Hafen !
Egal wie stürmisch das Leben aber auch DU warst.

Hier war und .. Ja bist DU immer noch mein Hafen.

 

Deine erste Rose aus dem Garten.. Sie hat mich gefangen genommen ,
Lebenslänglich.. und mit Freude...unschuldig und unbeschwert...
Ich hoffe es geht DIR gut und du hast gefunden was DU gesucht.
Ich feiere jeden 02.12 als DEINEN Geburtstag.
Dieses Jahr würdest DU 40 Jahre.. Für mich immer noch die schönste Frau.
For ever yours ... Sabine..bis die Dunkelheit kommt und das Leben endet...
Ich liebe dich.....
Vielleicht.. ja vielleicht begegnen wir uns noch einmal...
Ich vermisse dich...



Samstag, 6. Oktober 2018

..Irgendwo, zwischen Start und Ziel...

Die Jahre vergehen immer schneller, was wohl am Alter liegen mag, oder daran das sich die Tage in ihrem Inhalt immer ähnlicher werden.
Menschen und Orte ebenso wie Situationen.

Da schau ich so in meinen Blog nach langer Zeit wieder einmal durch und stelle fest das zu dem ein oder anderen Blogeintrag schon wieder fast ein Jahrzehnt Abstand existiert.
Einiges geschrieben nach emotionalen Stürmen, anderes bedingt durch berufliche Veränderung.
Im Fazit.. im Westen nichts neues...
Manches erscheint immer noch so aktuell wie damals.
Wie seit fast 2 Jahrzehnten bin ich immer noch ständig unterwegs.
Klamotten ein und auspacken, neue Einsatzorte wo man altbekannte Charaktere wiederfindet.
Abschied nehmen nach bekannter Zeit.

Beziehungsentwicklung scheint ein Thema zu sein wo es definitiv eine Umstrukturierung gegeben hat. Loslassen und weiter gehen fällt nicht mehr schwer. Partnerschaft als feste Beziehungsstruktur hat sich überlebt und wird immer mehr zur Vergangenheit, ohne Perspektive für die Zukunft..

Dennoch.. da ist so ein Gefühl... mal endlich ankommen zu wollen... nicht nur temporär...sondern für den Rest der noch vom Leben bleibt. Ob ich das Ziel irgendwann erreiche ?

Morgen geht es wieder los...
Ich befinde mich wie immer .. Irgendwo zwischen Start und Ziel..

Freitag, 13. April 2018

2018

Frühjahr 2018, endlich wird es wieder wärmer und sonniger... zumindest was das Wetter angeht.
Im innersten meines Wesens ist es still..
Neue Ufer zeichnen sich am Horizont ab, doch ob da auch ein Hafen ist... bleibt vorerst ungewiss.
4 Jahre Schweiz und 4 Jahre Menziken.. Es scheint das die Zeiten in Menziken sich dem Ende entgegen neigen.
Ende  Juni werd ich wissen ob ich dann innerhalb der Schweiz ein neues Domizil beziehen werde.
Wenn nicht dann wirds wohl die Rückkehr nach Frankfurt werden.
Gefühlstechnisch bin ich mindestens zwiegespalten...
Einerseits sachlich, ruhig und geordnet.
Andererseits traumatisiert von all dem was sich in meinem Leben abgespielt.
Meine Seele weint, schreit und darf es doch nicht laut nach aussen zeigen.
Das Gefühl langsam in eine Multiplepersönlichkeit zu zerfallen, die immer das grade nach oben kommen lässt, was die Welt zu sehen bekommen möchte nimmt immer mehr Raum.
Ich bin müde vom ständigen Kampf mit mir, gegen einzelne Stimmungen und Situationen...
Einfach mal ohne Verantwortung für mein Handeln leben zu können... Ein Traum...



Mittwoch, 27. Dezember 2017

In Between

Tage wie dieser, widersprüchlich, sind es die mich inne halten lassen.
Zeit für Retrospektiven aber auch Zeit für Prospektiven.
Es war im Grunde genommen ein gutes Jahr trotzdem stelle ich eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Status quo fest.
Finanziell absolut okay....
Emotional... Bankrott könnte es schon gut beschreiben.
Beruflich also recht erfolgreich.. und alleine.
 Ja es ist selbst gewählt.... trotzdem stelle ich hin und wieder fest das ich  mich nach einer Beziehung sehne.
Nach allem was da in der Vergangenheit passiert ist.... nach all dem Schmerz...
Nach der Erkenntnis das es für mich persönlich einfacher ist alleine meinen Rest des Lebens zu leben.....
Melancholisch sehe ich Paare an mir vorüber gehn.....
Wissend das auch da nicht alles Golden ist.
Ängstlich und verschüchtert frage ich mich ob ich je wieder den Mut aufbringen könnte mein Herz jemandem zu überantworten...
Einiges in mir schreit " Lass es sein.. bringt doch eh nichts....."
Trotzdem ist auch die andere Seite vorhanden die sich fragt warum ich es nicht versuche und wage ...
So vergeht die Zeit....
Vielleicht sind meine Wunden einfach noch zu frisch um wieder naiv auf einen Menschen zu zu gehen , ihm eine Chance zu gewähren...
Vielleicht ist es aber auch einfach zu spät.. wie bei manch anderer Thematik....
 Etliche Träume sind ausgeträumt und von der Agenda genommen....
Diese Thematik scheint aber noch nicht endgültig vom Tisch...
Vielleicht ist es auch einfach nur die Angst davor in der Vergessenheit der Zeit zu stranden wenn das Leben zu Ende gegangen ist.. Bedeutungslos geblieben zu sein...kein Echo in der Zeit zu haben..
Und somit auch keinen Platz in einem Herzen..
Die Angst vor neuen Verwundungen aber ist ebenso gross....


Freitag, 24. November 2017

Stormrider

Es gibt Menschen die lernst du unterwegs auf deinem Lebensweg kennen, die berühren dich im Herzen.
So einer war Ralf... man kannte sich von einer anderen Social Media Plattform, man traf sich bei einem Usertreffen in Köln... Ein sympathischer rauschebärtiger Typ mit sonorer Stimme.
Wir mochten uns von der ersten Minute.
Hier ein ebenso eloquenter, intellektueller Geist, wie dort..
Kurzgeschichten schreiben... eines unserer faibles...
Im gedächtnis noch sein "Weihnachtsmorgen"
Wie wohl auch damals für den selben Typus Frau...
Wir haben uns prächtig unterhalten.... der Stormrider und der Kardinal Richelieu. er mit einem guten Roten, ich mit einem guten Weissen in der Hand.
Lange her..
In den nachfolgenden Jahren immer den Kontakt gehalten bis Ralf dann seine Tihana kennen und lieben lernte, mit Ihr nach Kroatien zog um fortan Schafe zu züchten und Herrenlosen Tieren ein neues Heim zu beschaffen.
In all diesen Jahren blieb zumindest ein Rudimentärer Kontakt erhalten, der einen stabilen Blick auf die beiden ermöglichte.
Man konnte erleben wie Ralf und Tihana sehr harte aber auch sehr glückliche Jahre miteinander erlebten, wie viele Herrenlose Hunde ein glückliches neues Heim erhielten.
In den letzten 3 Wochen dann aber auch das Ralf sehr krank wurde...
Eine Lungenentzündung...erstmal nix dramatisches... dachte man...
Ja und dann kam ein Lungenkarzinom dazu....
Zu spät entdeckt, keine Chance auf Therapie...

Nun ist er also dieser Krankheit erlegen...

Ich werde dich vermissen alter Freund...
Reite wieder mit dem Wind... Deine Freunde werden dich nie vergessen



Mittwoch, 15. November 2017

Weisses Rauschen

Jahr 3 des Lebens in der Schweiz beendet.. Jahr 4 läuft an und der Weg ist weiterhin unklar. Einiges erledigt , anderes wie immer verschoben. Seit Monaten nicht viel Neues aus dem Norden von Deutschland. Langsam wird es kalt..nicht nur beim Wetter.. Nein auch Emotional. Tage vergehen wie ein Lufthauch, kaum bemerkt, schon vorbei.Keine wirklich markanten Ereignisse.. alles wie weisses Rauschen aus dem All. Es erfordert Kraft den Weg weiter zu gehen. Aber Stehen zu bleiben bringt es leider auch nicht.Mir fehlt nicht nur Perspektive , mir fehlt auch Inspiration....

Montag, 17. April 2017

"In guten, wie in schlechten Zeiten..."



























Dieses Versprechen einzu halten ist nicht immer einfach....
Ich habe es bis jetzt eingehalten, doch die Frage ist warum...
Was hat mich all die Jahre daran festhalten lassen?

Waren es moralische Bedenken einen psychischkranken Menschen allein mit seinem Schicksal zu lassen, falsch verstandene Fürsorge für diesen Menschen?

Möglicherweise...

Nun ist das letzte Kapitel im langen Trennungsweg soweit beschritten das der Kontaktabbruch lediglich ein logisches Ergebnis der zurückgelegten gemeinsamen Strecke ist.

Einerseits freue ich mich für diesen Menschen das er nach der langen Zeit scheinbar aufbricht und neue Kontakte knüpft, andererseits bin ich ebenso enttäuscht das eben dieser Mensch einen profanen Grund hernimmt um den Kontakt final zu beenden und gleichzeitig seinen "Neuanfang" zu verheimlichen sucht.

Hier hätte ich mir Respekt erhofft für das geleistete und für die gegebene mühe aufgrund der Distanz von 1000km den Kontakt aber auch den Schutz gewährleistet zu haben über die vergangenen 3 Jahre.

Ich lasse die Kommunikationstür soweit offen , dass vielleicht eines Tages dieser Mensch sich erklären kann.

Ein neues "In guten wie in schlechten Zeiten" wird es nicht mehr geben. Dafür sind meine Traumata zu umfangreich.
Somit schliesse ich für mich auch partnerschaftliche Beziehungen im privaten zum anderen Geschlecht aus.
Vielleicht ist dann wenigstens in der Langfristigen perspektive ein verheilen soweit möglich das ich meinen Restweg an Leben friedvoll beschreiten kann.