Samstag, 12. Januar 2019
Gedanken auf dem Weg von Köln nach Zuerich
Also eigentlich alles wie immer und doch...
Eine innere Unruhe ist vorhanden.. manches dauert zu lange um es jetzt schon zuordenen zu können, manches läßt immer noch auf sich warten.
Manches kommt aber auch zu früh..
Ein Jahr mit einem Sack voll Entscheidungen...
Tausend Optionen und die Ungewissheit welche die "Beste" bzw. die "Richtige " sein wird.
Gedanken kreisen, lassen sich nicht festhalten ...
Abwarten ist immer noch nicht meine Stärke...
Auf der anderen Seite auch nicht in der mentalen Situation etwas einzustielen...
Ähnlich wie vor fast 5 Jahren steht wieder einmal eine Richtungsentscheidung an..
Im August muss diese gefallen sein.
Ein wenig Zeit ist also noch....
Montag, 17. Dezember 2018
Wo mein Vater einst saß.
Heute saß ich mit meiner Schwester in der Ehrenfelder Kneipe wo mein Vater Jahrzehnte vorher nach Feierabend mit seinen Freunden des Männergesangsvereins sein Bier trank.
Ein , ich gebe es zu,befremdliches Gefühl einen Blick in eine Zeit zu tun in der ich noch nicht bzw. grad erst auf dieser Welt eingetroffen war.
Für meine 10 Jahre ältere Schwester eine Reise in ihre Kindheit. Meine fing hier zwar auch an.. aber nur extrem wenig Bilder sind aus dieser Zeit für mich im Kopf geblieben.
Sie zeigen eine neue mir bis dato wenig bekannte Facette meines Vaters. Ebenso wie es eine neue unbekannte Facette in die Kindheit meiner Schwester war.
Wir stellen fest das einiges immer noch so ist wie vor 50 Jahren.
Ich merke aber auch das dies für meine Schwester ein besonderer Moment war.
Wir beide tauchen ein in einen juvenilen Anteil unserers Lebens, mit all seinen Höhen und Tiefen.
Mancher Nebel hat sich gelichtet...
Ein schöner Abend.. ein gutes Gespräch.. frei vom früheren Konkurenzstress.
Vielleicht auch ein Neuanfang für die intrafamiliären Bindungen..
Ich freue mich darauf am 03.01.2019 mit weiteren Gesprächen anzuknüpfen...
Perspektivisch stellt sich für mich nun auch deutlicher die Frage nach dem weiteren Lebensweg.
Doch da bleiben wo aktuell mein Domizil.. oder Koffer wieder packen und zurückkeheren.
Ein , zwei Tage werde ich wohl noch darüber nachdenken müssen.
Mittwoch, 12. Dezember 2018
Ihrefeld...ein Kreis schließt sich. Ein neuer nimmt Form an.
Vor ziemlich genau 30 Jahren verließ ich diesen Stadtteil von Köln, indem meine Kindheit, mein Ursprung liegt.
Der Weg führte weit raus.. erst in die Voreifel mit meiner damaligen Frau nach Düren, dann Kreuzau.. bis zum Ende dieses Lebensabschnittes voller Hoffnungen, Höhen und Tiefen.... Dann nach Frankfurt/ Main.. die Dekade der intensivsten Emotionen, voller Glück, Extase und größter seelischer Schmerzen...Das Ende meiner zweiten Ehe (nicht juristisch) nahm dort ihren Anfang und ihren Lauf. Weiter bis in die Schweiz wo ich derzeit mein Domizil teile mit einem lieben Kater, den ich zwar nicht unbedingt gewollt, nun aber auch nicht missen möchte.
Nun hat mich der berufliche Weg in diesen Stadtteil zurück gebracht....
An ein Krankenhaus, wo ich als Kind und Jugendlicher schon selber Patient war... Wo der Blick aus dem Küchenfenster rüber in die damalige Notaufnahme täglich eine interessante Abwechslung zum damals noch nicht allgegenwärtigem Fernsehen bot. In dessen Kindergarten und Hort ich viel Zeit verbracht hatte. Nun bin ich also temporär wieder "in meinem Revier"... Spannend zu sehen was von damals noch da ist, was unauffindbar und was neu am Platz. Eine seltsame Zufriedenheit festellend, eine ruhige aber angenehme Dankbarkeit dafür hier noch einmal sein zu können.
Dazu gehörend all die normalen kleinen Sorgen die sich jetzt langsam auflösen und für das kommende Jahr eine gute neue Perspektive erahnen lassen. Ich hoffe das sich die Wünsche bezüglich meines Einsatzes von Klinikseite und meine noch wirklich bis Ende April 2019 decken.. Ein Frühjahr wieder in Köln zu sein.. Unbezahlbar ! ... Ja ich werde an meinem Geburtstag, so wie es aussieht hier in Köln sein.. Ein weiterses Geschenk von Gott... Zeichen auch für einen neuen Kreis der hier einen Anfang haben könnte ? Retropspektiv wird sich diese Zeit erst wirklich einordnen lassen.. Vielleicht kehre ich nach hier auch wieder zurück.. Eine aktuelle Patientin sagte es so treffend " Sie klingen wie jemand von hier".. Ja ich bin das was ich bin...Ein Ehrenfelder !Aktuell bin ich somit Zuhause, daheim, am Ursprung meines Seins.. Kein unangenehmes Gefühl. .. Vielleicht ist das dann auch wieder das Ziel.. nach Hause zu kommen. wieder am und im Ziel zu sein.. der Blick aus dem Schwesternwohnheim ist jedenfalls sehr schön und warm... ( begleitet von Andrea Bocellis Album : Si.. Titel Ali di libertas...)
Sonntag, 9. Dezember 2018
"amo soltanto te" Ode an eine wirklich große Liebe
Sie erinnern mich an etwas was als Affäre anfing, sich zu etwas entwickelte das ich einerseits als schönste aber auch als schwerste Zeit meines Lebens empfinde.
Nie waren Emotionen davor aber auch nicht danach so intensiv.
Das es nicht glücklich endete war von anbeginn klar.
Ihr Lebensstil, ihr Credo standen dem im Wege.
Dennoch vergessen hab ich SIE nie wirklich.. Verdrängt, ausgeblendet.. Ja.. als einzige Option zu Überleben, körperlich wie auch emotional...
Was wäre aus uns geworden wäre das Leben uns nicht so in die Quere gekommen.. wo wären WIR heute? Hätten wir Kinder... wären wir eine ganz normale , glückliche Familie?
Gerne hätte ich dieses Wagnis erlebt...
Mich völlig aufzulösen für Sie und mit Ihr.. komplett zu verschmelzen... wie gerne hätte ich dieses erlebt.
Die Wege sind auseinander gedriftet.. Ihr letztes Lebenszeichen Jahre her..
Wenn es die "große Liebe " gibt dann .. ja dann war SIE es..
Für dich hätte ich Berge versetzt, Sterne vom Himmel geholt.
Nur für ein stolzes Lächeln von dir mit der Aussage
" Das ist meiner" " Mein Mann "
Du warst ein Vulkan.. in jeder Richtung, Explosiv und Intensiv, DU warst mein Hafen !
Egal wie stürmisch das Leben aber auch DU warst.
Hier war und .. Ja bist DU immer noch mein Hafen.
Deine erste Rose aus dem Garten.. Sie hat mich gefangen genommen ,
Lebenslänglich.. und mit Freude...unschuldig und unbeschwert...
Ich hoffe es geht DIR gut und du hast gefunden was DU gesucht.
Ich feiere jeden 02.12 als DEINEN Geburtstag.
Dieses Jahr würdest DU 40 Jahre.. Für mich immer noch die schönste Frau.
For ever yours ... Sabine..bis die Dunkelheit kommt und das Leben endet...
Ich liebe dich.....
Vielleicht.. ja vielleicht begegnen wir uns noch einmal...
Ich vermisse dich...
Samstag, 6. Oktober 2018
..Irgendwo, zwischen Start und Ziel...
Menschen und Orte ebenso wie Situationen.
Da schau ich so in meinen Blog nach langer Zeit wieder einmal durch und stelle fest das zu dem ein oder anderen Blogeintrag schon wieder fast ein Jahrzehnt Abstand existiert.
Einiges geschrieben nach emotionalen Stürmen, anderes bedingt durch berufliche Veränderung.
Im Fazit.. im Westen nichts neues...
Manches erscheint immer noch so aktuell wie damals.
Wie seit fast 2 Jahrzehnten bin ich immer noch ständig unterwegs.
Klamotten ein und auspacken, neue Einsatzorte wo man altbekannte Charaktere wiederfindet.
Abschied nehmen nach bekannter Zeit.
Beziehungsentwicklung scheint ein Thema zu sein wo es definitiv eine Umstrukturierung gegeben hat. Loslassen und weiter gehen fällt nicht mehr schwer. Partnerschaft als feste Beziehungsstruktur hat sich überlebt und wird immer mehr zur Vergangenheit, ohne Perspektive für die Zukunft..
Dennoch.. da ist so ein Gefühl... mal endlich ankommen zu wollen... nicht nur temporär...sondern für den Rest der noch vom Leben bleibt. Ob ich das Ziel irgendwann erreiche ?
Morgen geht es wieder los...
Ich befinde mich wie immer .. Irgendwo zwischen Start und Ziel..
Freitag, 13. April 2018
2018
Im innersten meines Wesens ist es still..
Neue Ufer zeichnen sich am Horizont ab, doch ob da auch ein Hafen ist... bleibt vorerst ungewiss.
4 Jahre Schweiz und 4 Jahre Menziken.. Es scheint das die Zeiten in Menziken sich dem Ende entgegen neigen.
Ende Juni werd ich wissen ob ich dann innerhalb der Schweiz ein neues Domizil beziehen werde.
Wenn nicht dann wirds wohl die Rückkehr nach Frankfurt werden.
Gefühlstechnisch bin ich mindestens zwiegespalten...
Einerseits sachlich, ruhig und geordnet.
Andererseits traumatisiert von all dem was sich in meinem Leben abgespielt.
Meine Seele weint, schreit und darf es doch nicht laut nach aussen zeigen.
Das Gefühl langsam in eine Multiplepersönlichkeit zu zerfallen, die immer das grade nach oben kommen lässt, was die Welt zu sehen bekommen möchte nimmt immer mehr Raum.
Ich bin müde vom ständigen Kampf mit mir, gegen einzelne Stimmungen und Situationen...
Einfach mal ohne Verantwortung für mein Handeln leben zu können... Ein Traum...
Mittwoch, 27. Dezember 2017
In Between
Zeit für Retrospektiven aber auch Zeit für Prospektiven.
Es war im Grunde genommen ein gutes Jahr trotzdem stelle ich eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Status quo fest.
Finanziell absolut okay....
Emotional... Bankrott könnte es schon gut beschreiben.
Beruflich also recht erfolgreich.. und alleine.
Ja es ist selbst gewählt.... trotzdem stelle ich hin und wieder fest das ich mich nach einer Beziehung sehne.
Nach allem was da in der Vergangenheit passiert ist.... nach all dem Schmerz...
Nach der Erkenntnis das es für mich persönlich einfacher ist alleine meinen Rest des Lebens zu leben.....
Melancholisch sehe ich Paare an mir vorüber gehn.....
Wissend das auch da nicht alles Golden ist.
Ängstlich und verschüchtert frage ich mich ob ich je wieder den Mut aufbringen könnte mein Herz jemandem zu überantworten...
Einiges in mir schreit " Lass es sein.. bringt doch eh nichts....."
Trotzdem ist auch die andere Seite vorhanden die sich fragt warum ich es nicht versuche und wage ...
So vergeht die Zeit....
Vielleicht sind meine Wunden einfach noch zu frisch um wieder naiv auf einen Menschen zu zu gehen , ihm eine Chance zu gewähren...
Vielleicht ist es aber auch einfach zu spät.. wie bei manch anderer Thematik....
Etliche Träume sind ausgeträumt und von der Agenda genommen....
Diese Thematik scheint aber noch nicht endgültig vom Tisch...
Vielleicht ist es auch einfach nur die Angst davor in der Vergessenheit der Zeit zu stranden wenn das Leben zu Ende gegangen ist.. Bedeutungslos geblieben zu sein...kein Echo in der Zeit zu haben..
Und somit auch keinen Platz in einem Herzen..
Die Angst vor neuen Verwundungen aber ist ebenso gross....

