Freitag, 24. November 2017

Stormrider

Es gibt Menschen die lernst du unterwegs auf deinem Lebensweg kennen, die berühren dich im Herzen.
So einer war Ralf... man kannte sich von einer anderen Social Media Plattform, man traf sich bei einem Usertreffen in Köln... Ein sympathischer rauschebärtiger Typ mit sonorer Stimme.
Wir mochten uns von der ersten Minute.
Hier ein ebenso eloquenter, intellektueller Geist, wie dort..
Kurzgeschichten schreiben... eines unserer faibles...
Im gedächtnis noch sein "Weihnachtsmorgen"
Wie wohl auch damals für den selben Typus Frau...
Wir haben uns prächtig unterhalten.... der Stormrider und der Kardinal Richelieu. er mit einem guten Roten, ich mit einem guten Weissen in der Hand.
Lange her..
In den nachfolgenden Jahren immer den Kontakt gehalten bis Ralf dann seine Tihana kennen und lieben lernte, mit Ihr nach Kroatien zog um fortan Schafe zu züchten und Herrenlosen Tieren ein neues Heim zu beschaffen.
In all diesen Jahren blieb zumindest ein Rudimentärer Kontakt erhalten, der einen stabilen Blick auf die beiden ermöglichte.
Man konnte erleben wie Ralf und Tihana sehr harte aber auch sehr glückliche Jahre miteinander erlebten, wie viele Herrenlose Hunde ein glückliches neues Heim erhielten.
In den letzten 3 Wochen dann aber auch das Ralf sehr krank wurde...
Eine Lungenentzündung...erstmal nix dramatisches... dachte man...
Ja und dann kam ein Lungenkarzinom dazu....
Zu spät entdeckt, keine Chance auf Therapie...

Nun ist er also dieser Krankheit erlegen...

Ich werde dich vermissen alter Freund...
Reite wieder mit dem Wind... Deine Freunde werden dich nie vergessen



Mittwoch, 15. November 2017

Weisses Rauschen

Jahr 3 des Lebens in der Schweiz beendet.. Jahr 4 läuft an und der Weg ist weiterhin unklar. Einiges erledigt , anderes wie immer verschoben. Seit Monaten nicht viel Neues aus dem Norden von Deutschland. Langsam wird es kalt..nicht nur beim Wetter.. Nein auch Emotional. Tage vergehen wie ein Lufthauch, kaum bemerkt, schon vorbei.Keine wirklich markanten Ereignisse.. alles wie weisses Rauschen aus dem All. Es erfordert Kraft den Weg weiter zu gehen. Aber Stehen zu bleiben bringt es leider auch nicht.Mir fehlt nicht nur Perspektive , mir fehlt auch Inspiration....

Montag, 17. April 2017

"In guten, wie in schlechten Zeiten..."



























Dieses Versprechen einzu halten ist nicht immer einfach....
Ich habe es bis jetzt eingehalten, doch die Frage ist warum...
Was hat mich all die Jahre daran festhalten lassen?

Waren es moralische Bedenken einen psychischkranken Menschen allein mit seinem Schicksal zu lassen, falsch verstandene Fürsorge für diesen Menschen?

Möglicherweise...

Nun ist das letzte Kapitel im langen Trennungsweg soweit beschritten das der Kontaktabbruch lediglich ein logisches Ergebnis der zurückgelegten gemeinsamen Strecke ist.

Einerseits freue ich mich für diesen Menschen das er nach der langen Zeit scheinbar aufbricht und neue Kontakte knüpft, andererseits bin ich ebenso enttäuscht das eben dieser Mensch einen profanen Grund hernimmt um den Kontakt final zu beenden und gleichzeitig seinen "Neuanfang" zu verheimlichen sucht.

Hier hätte ich mir Respekt erhofft für das geleistete und für die gegebene mühe aufgrund der Distanz von 1000km den Kontakt aber auch den Schutz gewährleistet zu haben über die vergangenen 3 Jahre.

Ich lasse die Kommunikationstür soweit offen , dass vielleicht eines Tages dieser Mensch sich erklären kann.

Ein neues "In guten wie in schlechten Zeiten" wird es nicht mehr geben. Dafür sind meine Traumata zu umfangreich.
Somit schliesse ich für mich auch partnerschaftliche Beziehungen im privaten zum anderen Geschlecht aus.
Vielleicht ist dann wenigstens in der Langfristigen perspektive ein verheilen soweit möglich das ich meinen Restweg an Leben friedvoll beschreiten kann.

Sonntag, 12. März 2017

Die Welt wird immer verrückter und hier ist alles Toblerone


Vor genau einem Jahr trat ich meine Reise von Zürich (Schweiz) nach Moskau ( Russland) an um 4 Tage später um einige Erfahrungen reicher dort wieder zu landen..
Das was ich in dieser Zeit an "Nationalstolz" erlebte, lässt mich erahnen was derzeit in der Türkei und USA tagtägliches Brot ist. Nationalstolze Menschen, mit eingeschränktem Horizont, sind das Zündolz am Scheiterhaufen auf dem die Demokratie, das freundliche Miteinander, die soziale Kompetenz und auch der Welthandel stehen. Ob die Türkei es einem deutschen Innenminister erlauben würde in der Türkei Wahlkampf für seine Partei in Deutschland machen zu dürfen?....
Ob der Isolationismus des Donald Trump einen Weltwirtschaftlichen Aufschwung generiert?...
Die nächsten Monate werden einige Fragen dazu beantworten, doch ob uns diese Antworten gefallen werden haben wir natürlich ebenso in der Hand...
Hier in der Schweiz sind nuanciert einige andere Themen en Vogue.
Doch sollte jemand Nukleares in und über Europa zünden helfen auch die Jodtabletten des schweizer Staates nicht mehr, die gegen AKW Störfälle an Bewohner des 40km Umkreises kostenfrei versand werden.
Wollen wir also hoffen das das glühen über den Alpengipfeln weiter vom Sonnenaufgang und nicht von einer Nuklearen Eskalation ausgelöst wurden...

Persönlich scheine ich nun endlich einen etwas festeren Schritt in eine glücklichere Zukunft getan zu haben...
Doch will ich nicht vorschnell jubilieren, abwarten und den kühlen Kopf bewahren ist hier ebenso sinnvoll und ja auch ich habe es ein wenig in der Hand wie diese Zukunft verläuft.

Bis demnächst also..

Freitag, 30. Dezember 2016

Fehlentscheide und andere komische Sachen..

Das Jahr 2016 neigt sich unweigerlich dem Ende entgegen..
Ein komisches Jahr, so viele Prominente und Musiker die in diesem Jahr die die Bühne des Lebens verlassen haben. So viele Tote durch Krieg, Terror und andere menschliche Tragödien.
So viele schreckliche Bilder, die einen nie wieder verlassen werden.
Und in all diesem, was sich in 2016 ereignet hat, finde ich mich an einem Punkt wieder wo ich mich frage was dieses Jahr für mich beinhaltete....

Wo stehe ich und warum?
Welche Perspektiven sind am Horizont erkennbar?

Ehrlich gesagt.. ich bin mir nicht sicher...

Je länger ich mein Leben reflektiere, es in Zusammenhang mit all dem setze was ich, persönlich, in diesem Jahr erlebt hab, desto mehr Zweifel ich an meiner Entscheidung von vor fast drei Jahren...

Ich ging in die Schweiz um hier berufliche Erfüllung zu finden.
Auch um meinen Lebensabend finanziell auf sichere Füße zu stellen..

Die berufliche Erfüllung ist mir teilweise gelungen..
Der gesicherte Lebensabend..ja der scheint noch greifbar.. aber eher wie eine Fata Morgana..

Nichts ist sicher...
Ob es wohl besser gewesen wäre in Frankfurt zu bleiben?
Dort war meine Heimat, hier ist es eher eine Bleibe..keine emotionale Bindung....

Die Schweizer Gesellschaft ist undurchsichtig, nichts ist so wie es scheint..
Ich beginne mich unwohl zu fühlen, auch weil es noch immer keine langfristige Berufsperspektive gibt...

Irgendwie komme ich nicht in diesem Land an.... es bleibt fremd...

Auch ich bin irgendwie distanziert...
Bin das noch wirklich ich, der diese Zeilen verfasst?
Ich weiss auch hier keine sichere Antwort..

Hinzu kommen Nachrichten und Situationsbeschreibungen aus der "neuen" alten Heimat des Menschen, mit dem ich im September 2013 einen Bund für das Leben schloss, die mich bedrücken und traurig machen. Hier wäre so viel Hilfe nötig und der Weg bis zu diesem Menschen ist so verdammt weit.
Es macht mich unzufrieden und zornig, mit anzusehen und erleben zu müssen, wie durch Inkompetenz anderer, die Lebensqualität und das Befinden dieses Menschen immer mehr leidet..

Was das Jahr 2017 ergibt?
Kei Ahnig... vielleicht den Rückzug nach Frankfurt.. vielleicht auch nicht....

Den Kopf hängen zu lassen, aufzugeben ist aktuell nicht möglich...
Wie lange ich das noch schaffe aber ebenso ungewiss....

Noch nie war ein Endjahresresümee so wie dieses..
Hoffen wir mal dass das kommende Jahr besser wird...

In diesem sinne ruhige, erholsame Tage und einen guten Rutsch in das Neue Jahr...


Montag, 14. November 2016

...und eines tag`s bleib i dann dort, geh von daheim für immer fort.




















An diese alte Text Zeile der Österreichischen Band STS musste ich denken als ich im September auf Mayotte, im Indischen Ozean, diese Aufnahme machte.
Die Menschen haben auch dort ihre Alltagsprobleme und dennoch scheinen sie zufriedener (?)
Ich weiss nicht warum aber diese paar Tage dort haben mich wieder ein wenig geerdet.
Dort gibt es noch funktionierende Sozialstrukturen, jeder hilft jedem.
Die Menschen sind aufgeschlossen, tolerant und interesssiert.
Man kommt mit Ihnne sehr schnell ins Gespräch. Sie sind aufrichtig in dem was sie erzählen, sie hören zu. Hier gibt es etwas was man Grundvertrauen nennt.
Etwas was ich in der Schweiz sehr deutlich vermisse.

Langsam aber sicher reift in mir der Gedanke die Zelte in der Schweiz abzubrechen und zurück nach Deutschland zu gehen. Ich realisiere immer mehr das ich hier nicht angekommen bin, noch jemals ankommen werde..
Diese überzogene Höflichkeit maskiert eine Introvertiertheit die keine echte, klare Aussage erträgt.
Der Minderwertigkeitskomplex ist allgegenwärtig und wird durch teure Uhren, Autos, Häuser kompensiert.

Doch auch in Deutschland ist nicht alles Gold was glänzt, die aktuelle politisch-populistische Situation, dieser Ruck nach sehr, sehr weit rechts macht mir Angst. Mit Sorge beobachte ich die kommende Bundestagswahl.
Ja natürlich habe ich auch Sorge wegen meiner Altersversorgung.. was bleibt von diesem System bis zu meinem Renteneintritt?
Möglicherweise ist dann ein Auswandern auf diese Insel der einzige Ausweg um noch mit etwas Lebensqualität ein paar Jahre zu leben..
Alleine bin ich hier wie dort. Dort aber so wie es scheint dann aber nicht auch noch einsam.

Ich glaube die gute Trude Herr wusste warum sie in die Südsee ging auf Ihre alten Tage...


Samstag, 3. September 2016

Traveller between the Systems

Nun bin ich also seit 2 Jahren in der Schweiz wohnhaft. Immer wieder im Zweifel ob dies die richtige Entscheidung war. Harte Zeiten hinter mich gebracht und dabei über so manchen Fettnapf gestolpert.
Hier wird nicht tacheles geredet, hier wird so weich formuliert das selbst Schweizer Mühe haben den Inhalt zu erfassen. ( was mich ein wenig tröstet )
Sie sind schon sympathisch diese Schweizer, aber manchmal total umständlich.


Uhren können sie bauen.. Biel / Bienne ist da ein bekanntes Zentrum...
Aber in vielen Dingen ticken eben diese Uhren so langsam und in der Vergangenheit das einem schwindelig wird.



Vorteil..hier ist ein Handschlag schon noch wie ein schriftlicher Vertrag..
Nachteil.. mit modernen Lebensplanungen haben einige so ihr Problem..

Je länger ich hier bin umso klarer wird die Unterschiedlichkeit.
Man muss es mögen und damit umgehen können..
Noch kann ich es...
Mal schauen was die nächste Zeit so bereit hält.

Und so lange geniesse auch ich das Panorama der Alpen... hier wo Rolex, Breitling, Omega, Tissot, Swatch, etc. ihren Firmensitz haben. und arbeite an meiner Zukunft..
Nicht wohnhaft dort aber eben Jobtechnisch.

Bis denne dann
Grüsse in den Pott, nach Berlin und anderswo.. :-))